MONEYPOLY - Spiil und Macht - sälbergmacht (Neuufflaag)

Die vo der Nationalbangg hän e jöörlig Ziil - die aitle Affe,
mindischt 1 mol im Joor mien si‘s uf d Ditelsyyte schaffe.
Noh dr Ufheebig vo der €-Untergränze im letschte Joor,
isch s Pulver verschosse, der scheen Bonus in Gfoor!


Do sait der Fritz zum Thomas: „Du loos, ich han e Idee:
Ich ka die alte Neetli efang nimmi seh!
Au mini Kollege, die Ryyche und Ryychere us aller Wält,
saage mir, es stinggt ne langsam mit unserem Gäld!“


D Andréa, die het Lunde groche und mäldet sich au:
„Denn saaget doch - was wänn iir genau?
Die Junge, Alte, Ryyche, die vo dinne und vo dusse,
D Amerikaner, Italiäner, d Schwoobe - jä sogar d Russe?“


E Studie sait: de Junge fäält der Bezug zem Gäld.
Wär interessiert das bim Zogge in der virtuelle Wält?
Und wenn’s mol bruuchsch für d „Credits“ z‘ laade
ziehsch em Alte si Blastiggkärtli us der Schublaade.


Die Alte, wär will ene das scho verdängge,
dien der Stutz vor em Abgang au nimmi verschängge.
„Ich nimm alles mit ins Graab - und wird derfi r verspoddet,
denn das Bapyyr isch, wenn ich ääne akumm, verroddet.“


D SNB, die gwitzte Kaibe, interbretiere druss:
„Mit em Bapyyrgäld, do mache mir jetzt Schluss!
Für die Junge stelle mir Blastigg zum Spiile bereit,
und für die Alte hebt‘s denn au für d Ewigkeit!“


Gäld us Blastigg isch überhaupt die Idee:
s Problem vo der Familie isch denn niene mee.
Dr Michail und der Giovanni mälde begaischteret:
„Jetzt wird s Gäldwäsche verluschtfrei gmaischteret!“


D Justizia het moniert, s alt Gäld miech si blind.
Si ka nid undrschaide ob Ryych oder Kind!
Au dert wän die drey Findige drum jetz Abhilf schaffe
und blaane sone Fänschterli zem Duuregaffe.


Doch mit däm neye Gäld gits en Umstellig,
alti Zepf im Alldaag wärde jetzt fellig!
Nach em Ruugeli am Stamm, duesch d Zeche nid prelle,
legsch s Neetli nimmi ane, sondern dueschs anestelle.


Au die notorische Neetlifalter diens nimmi iberbligge:
Frisch us em Automat muesch das Ding jetze knigge!
Hesch friener d Kinder versegglet mit em Ufs-Neetli-Bloose,
bruucht‘s jetzt e KitKat, ass si dien aneloose.


D Binggis kenne bim Käuferlis im Babbe si Boortmenee nä,
en Unterschiid zem frienere Spiilgäld wird‘s nimmi gä.
Und s Gäld vom Monopoly - mir häns usbrobiert,
kasch jetzt bletzlig au yyzaale und es funktioniert!


Doch die Daigaffe kennes nid lo si und mien no bewyyse,
unseri Neetli sin sicherer als alli andere Devise.
Derfi r wärde die immer glainer - mir dien mit dir wette,
zaale kasch jetzt denne gly nur no mit der Binsette!


Do he d Andréa e Idee: „Jetzt kunnt der nägscht Drumpf!
Fertig mit Uriella, Dreyfuess und Widmer-Schlumpf!“
Unser Land - das set eim z‘ Dängge gä,
bruucht mol ebbis Scheens zem in d Finger nä!
Der Ufdraag isch duss und am Schluss kunnt s Bescht:
Mir gwinne mit em Fuffzger sogar e Beauty Kontescht!


Denn streggt der Fritz sy Finger und maint zem Erfolg:
„Was isch aber mit myne arme Ryyche und ihrem Gfolg?“
„Muesch kai Angscht ha, es isch no niemer z‘ kurz ko!“
und het die Aaglegehait grad perseenlig in d Finger gnoo.
„Uf jedere Note zeige mir mit me Globus - irgendwo im Egge,
wo genau si ihres Gäld kenne wäsche und verstegge!“


Uf em Zähner zaige mir, wenn suuberes Gäld wottsch ha,
Gisch‘s der BSI und die bringt‘s zem Fond nach Malaysia.
Uf em Zwanzger, ass wenn‘s versteggt wottsch ha,
notiersch der Bedraag uf e baar Zeedel in Panama.
Glabbt‘s nimmi und si mien dä Stutz denn transferiere,
zeige mir, ass si im Paradyys wyter kenne brofi tiere!
Zem Schluss uf em Hunderterneetli - ganz unscheniert
wird im Zentrum denn unser Land presentiert!


Der Thomy meint druff mit me verschmitzte Blinzle:
„Mir dien doch däne Schwoobe no eins ans Bai brinsle!
Was die nid gschafft hän, dien mir in d Finger nä
und dien däre Wält uf em Zähner mol der Taggt duuregä!
Vergässe darf me nadiirlig nid das Loch im Bärg.
Fir uns e Joorhundert - fi r si e Joorduusigwärg!“


„E bitz sälbschtkritisch mien mir aber au no sy“,
denn mit unserem Ushängeschild isch es au gly verby.
Z Basel mälde sich d Firmene ab und geen druff,
entsprächend leest sich d Rolex uf em Neetli uf.


„Denn drugge mir uf der Zwanzger in Grafi k und Schrift,
dass es au der Hinterletscht in unserem Land begryfft,
Nid nur by Emissione/Verschmutzig - au s Liecht isch derby,
Kunnsch an däm bleede Ziiri einfach nid verby!“


Ob Bapyyr, Bitcoin oder Blastigg das isch uns egaal,
D Dewyyse lutet letschtlig: „L’état, c’est Bâle!“
Mir dien uns nit verbiege, aber e weeneli ufmugge
und dien als Bewyys s aige Gäld grad sälber drugge.
Denn wenn am vieri s Martinsgleggli schloot
und in alle Gasse s Liecht abgoot,
wenn‘s heisst: „ Morgestraich, vorwärts, marsch!“
darf uns die ganzi Wält… - bestuune.
Ob Kulturerb vo UNESCOs und Comités Gnaade,
bim Gässle mit de Fiess in de Räbbli baade,
hesch Hienerhut und bisch druurig, isch es verby,
denn stoosch s nägscht mol bi de Schnurebegge y!